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VIRTUS Open: Eine Premiere zum Abschluss

Drei Skifahrer posieren stolz mit ihren Medaillen und Pokalen vor einer verschneiten Kulisse in Kitzbühel.
Auch am letzten Wettkampftag gab es die legendäre Kitzbüheler Gams zu gewinnen. © ÖBSV Baubinder

Ein letztes Mal waren unsere Ski-Asse mit mentaler Behinderung heute bei den VIRTUS Open in Tirol im Einsatz. Standesgemäß endete das Kitzbühel-Wochenende mit dem Slalom.

Der dritte Streich am Kitzbüheler Horn

Wie das Amen im Gebet konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der internationalen VIRTUS Open in Kitzbühel auch am letzten Wettkampftag auf Kaiserwetter und beste Rennverhältnisse verlassen. Der Kitzbüheler Ski Club hat einmal mehr die Piste in Bestzustand gebracht. Auch ein wenig Neuschnee in der Nacht änderte an diesem Zustand nichts. Pünktlich zur Streckenbesichtigung waren die Slalomstangen tief im Schnee versenkt.

Team Austria präsentierte sich schon frühmorgens bestens gelaunt und trotz ausschweifender Siegerehrung am Vortag gut erholt. Auch die anderen sieben Nationen hatten den Vorabend gut weggesteckt, und einem spannenden letzten Wettbewerb stand damit nichts mehr im Wege.

Um Punkt 9:45 Uhr katapultierte sich die erste Fahrerin aus dem Starthaus. Der Kurs verlangte den Athletinnen und Athleten in beiden Durchgängen alles ab – die richtige Mischung aus Technik, Rhythmus, Sicherheit, aber auch Attacke war der Schlüssel zum Erfolg.

Eine Skifahrerin schwingt an einem Tor vorbei. Im Hintergrund sieht man die atemberaubende Bergkulisse.
© ÖBSV Baubinder
Ein Athlet fährt eng an einer Slalomstange vorbei und verbiegt diese.
© ÖBSV Baubinder

Gams und Gold bleiben uns hold

Stichwort Erfolg: Team Austria machte dort weiter, wo es am Donnerstag aufgehört hatte. Die Damen und Herren in den rot-schwarzen Rennanzügen ließen der Konkurrenz wenig Raum für Fehler.

Bei den Herren mit Downsyndrom vollendete Markus Grameiser mit Gold seine Medaillensammlung, nachdem er in Kitzbühel bereits Bronze und Silber geholt hatte. Vortagssieger Michael Konrad landete mit dem dritten Platz ebenfalls am Stockerl.

Bei den Damen mit Downsyndrom war das Podest zur Gänze in rot-weiß-roter Hand. Anna-Sophie Friedl gewann vor Stephanie Schlömmer und Elena Grabner den Slalom.

Nach zwei Goldmedaillen im Riesenslalom und im Super-G beendete Jasmin Heim in ihrer Klasse den Slalom auf dem zweiten Platz. Neben ihr auf dem Stockerl reihte sich Julia Pleikner auf Rang drei ein. Die Kärntnerin freute sich somit über ihre ersten Pokal in Gams-Form bei den Open in Kitzbühel. Stephanie Kogler verpasste als Vierte knapp eine Medaille.

Christian Öllinger lieferte in seiner Paradedisziplin eine starke Leistung ab. Mit zwei bärenstarken Läufen beendete der Oberösterreicher den Slalom auf Platz zwei – und das mit gerade einmal einer Sekunde Rückstand auf den Sieger. Pech hatte Slalom-Spezialistin Eva-Maria Dünser, die im ersten Durchgang im Schlussteil ausfiel. 

Abschied am Alpenhaus

Ein letztes Mal begrüßten Michael Huber, Präsident des Kitzbüheler Ski Clubs, und sein Team die Mannschaften zur feierlichen Siegerehrung. Noch nie fand diese Ehrung vor dem Alpenhaus am Horn statt. Gams für Gams wechselte vom Skiclub in die Hände der stolzen Preisträgerinnen und -träger. Es waren einmal mehr denkwürdige Momente, die den Sportlerinnen und Sportlern, allen Coaches und Begleitpersonen sowie dem Organisationsteam ein Leben lang in bester Erinnerung bleiben werden.

So herzlich wie die Glückwünsche ausfielen, so herzlich waren auch die Verabschiedungen. Eines ist sicher: Es wird ein baldiges Wiedersehen geben!

Drei Fahrerinnen posieren stolz mit ihren Pokalen bei der Siegerehrung.
© ÖBSV Baubinder

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Breitensport im Fokus

Von Freizeit bis Spitzensport

Sport – für uns im TBSV heißt Spaß an der Bewegung. Die Förderung des Breitensports steht dabei an allererster Stelle. Wie wir das machen? Durch viel Basis-Arbeit in den Vereinen, in den Kompetenzgremien, mit Schnupperwochen und Sportcamps, Kennenlern-Kursen und Informationsveranstaltungen.

In unseren 15 Tiroler Vereinen unterstützen fachlich kompetente Experten und Expertinnen sowie erprobte Ausbildungsprogramme beim Erlernen einer Sportart. Egal, ob die Behinderung von Geburt an besteht oder später eingetreten ist: Wir entwickeln Sport für alle Alters-, Behinderungs- und Leistungsgruppen – von Jung bis Alt, in sechs Behinderungsgruppen, in rund zwanzig Sportarten.

Sportentwicklung im Mittelpunkt

Der Landesverband sieht sich unter anderem als Sportentwicklungseinheit für den Breitensport. Im Mittelpunkt stehen die Beratung zu Sportarten, Entdeckung von besonderen Fähigkeiten und Talenten, Hinführen zu bestimmten Sportarten und nationalen Wettkämpfen, Begleitung zur nationalen Klassifizierung bis hin zur Kaderaufnahme in einer bestimmten Sportart. Dabei organisiert der TBSV jährlich Sportveranstaltungen wie Sportevents in Schulen oder Rehabilitationszentren, Behindertensportwochen, Trainingskurse, Sportfeste, Turniere, Österreichische Meisterschaften und Österreichische Staats-Meisterschaften. Alle unsere Sportler und Sportlerinnen haben selbst in irgendeiner Form eine Behinderung, wodurch im Behindertensport auch ein sehr wertvoller Erfahrungsaustausch stattfindet.

Spitzensport

Vom Einsteiger bis zum Weltklasse-Athleten – der TBSV ist für alle da. Im Rahmen des Spitzensports werden jährlich in ganz Österreich durch den Österreichischen Behindertensportverband rund 25 internationale Groß-Sportveranstaltungen mit Sportler und Sportlerinnen beschickt.

Der Tiroler Behindertensportverband hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit Behinderung die Bedeutung des Sports für Gesundheit, Mobilität, Eigenständigkeit, Lebensqualität und Integration zu vermitteln. Wir wollen Menschen mit Behinderung für regelmäßige Bewegung gewinnen und sie in ihren Bemühungen Sport zu betreiben, unterstützen.

Ob du eine angeborene Behinderung hast oder ein Ereignis für deine Behinderung verantwortlich ist: Der TBSV hilft dir deinen Sport und deinen Verein zu finden.